Verein
Gründung 1990 der Nölli Grötze im Rest. Reussbad in Lozärn
Die Vorboten der Natur wiesen im September 1990 deutlich darauf hin; es war Herbst. Schon bald sollte der Winter eintreffen und damit natürlich die heiteren Fasnachtstage. Zu diesem Zeitpunkt hatten neun fasnachtshungrige Luzerner noch keinen Anschluss an eine Guuggemusig gefunden. Man wollte aber unbedingt an der kommenden Fasnacht aktiv mitmachen und die närrischen Tage mit Schränzen und Guuggen geniessen.
Man vereinbarte also, eine eigene Guuggemusig auf die Beine zu stellen.
Am 30. September 1990 traf man sich im Restaurant Reussbad in Luzern, wo man auch gleich die Gründungsversammlung abhielt.
Mit der Namensfindung tat man sich schwer und man konnte sich einfach nicht einigen.
Der damalige Wirt Fredy Enz hörte, dass sich die neun jungen Leute mit der Namensfindung schwer taten. Also erzählte er folgende Geschichte:
„Im tiefsten Mittelalter ging in der Stadt Luzern die Pest um. Der schwarze Tod machte weder beim Adel noch beim Proletariat halt. Angst, Hunger und Elend waren vorherrschend. Für die Aussätzigen hatte man am Hang des Gütschwaldes das so genannte Siechenhuus eingerichtet. Man brachte die todkranken Leute dorthin und überliess sie ihrem Schicksal.
Einigen betuchten Stadtbürgern war diese Tatsache zuwider und sie beschlossen, die Aussätzigen, oder Siechen wie sie genannt wurden, zu verköstigen. Auf dem Platz hinter dem Nölli-Turm wurde eine Feuerstelle eingerichtet. Dort wurde dreimal in der Woche einen Hirsebrei gekocht, eine so genannte Grütze oder in der Mundart Grötze.
Die armen Siechen der Stadt Luzern wussten also fortan, wenn die Not um sich greift, dass sie beim Nölli-Turm eine feine Grötze bekommen... eine so genannte Nölli-Grötze.“
(Diese Geschichte ist übrigens in der Chronik des Stadtschreibers Renward Cysat ausführlich überliefert und dokumentiert.)
Anmerkung:
Nölli ist ein alter Luzerner Mundartausdruck und heisst übersetzt: kleiner dicker Kerl.
Ähnlichkeiten mit Tambourmajoren sind rein zufällig!
Die Nölli Grötzen waren also geboren. Jetzt ging man in Rekordzeit daran, weitere Mitglieder zu suchen, die Proben zu organisieren, Stücke einzustudieren und natürlich ein Sujet zu basteln.
Am Schmutzigen Donnerstag 1991 zeigten sich die Nölli Grötzen erstmals offiziell in der Stadt Luzern mit dem Sujet „Eisgeister“.
Übrigens: Heute noch aktive Gründungsmitglieder, Roland Durrer & Iwan Durrer
Als wichtigstes Gebot steht bei uns die Pflege der Kameradschaft.
Die Pflege des Kulturgutes "Lozärner Fasnacht ", sowie die Besuche an den traditionellen LFK-Umzügen stehen in unserem Vereinsleben an oberster Stelle. ....
"Geselligkeit und Narretei, sei allzeit mit dabei "