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Hier werden einige fasnächtliche Ausdrücke und
Ereignisse kurz erklärt. Die Informationen sind vor allem für Besucher und
Besucherinnen gedacht, welche die Luzerner Fasnacht nicht (so gut) kennen.
Eine
Bitte an Insider:
Wenn
Ihr findet, dass noch Ergänzungen oder Korrekturen angebracht sind, lasst
sie uns zukommen. Wir werden sie in diese Liste integrieren.
info@groetze.ch
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D - E - F -
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A |
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Äschemettwoch |
Am Aschermittwoch endet im katholischen Raum die
Fasnacht,
die Zeit des Unsinn-Treibens. Es beginnt die 40-tägige
Fastenzeit,
diese dauert bis Karsamstag, umfasst also 40 Fastentage. Die Sonntage
sind vom Fasten ausgenommen, da Christen an jedem Sonntag - auch in
der Fastenzeit - die Auferstehung Christi feiern. Die Zahl 40 steht
für einen umfassenden Zeitraum, der Wende und Neubeginn ermöglicht.
Etwas anders ist der Aschermittwoch in den (ursprünglichen)
reformierten Schweizer Kantonen positioniert: Während es in den
katholischen Kantonen Luzern oder St.Gallen heisst: "am Aschermittwoch
ist alles vorbei ...", weil nun eben die Fastenzeit beginnt, erleben
die reformierten Basel und Zürich den Höhepunkt und Abschluss ihrer
Fasnacht erst in den Tagen nach Aschermittwoch. Der Aschermittwoch
erhielt seinen Namen, weil an ihm Asche der Palmen vom Palmsonntag des
vergangenen Jahres geweiht und den Gläubigen vom Priester auf Stirn
oder Scheitel gestreut wird. Dabei erinnert der Liturg an die
Vergänglichkeit des Menschen: "Gedenke, o Mensch, du bist Staub, und
zum Staube kehrst du zurück." (vgl. Psalm 90, 3) Papst Urban II.
führte diesen Brauch im 11. Jahrhundert ein, im 12. Jahrhundert wurde
festegelegt, dass die Bussasche von Palm- und Ölzweigen des Vorjahres
gewonnen werden muss. Asche ist Symbol der Vergänglichkeit, der Busse
und Reue. Schon die Menschen im alten Testament hüllten sich in „Sack
und Asche", um ihrer Bussgesinnung Ausdruck zu verleihen. Asche wurde
früher als Putzmittel verwendet und ist so auch Symbol für die
Reinigung der Seele. Am Aschermittwoch wurde nach alter Überlieferung
der Teufel, der ja zunächst ein normaler Engel gewesen sein soll,
wegen Verstössen gegen die göttliche Ordnung aus dem Himmel geworfen.
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Alti Fasnacht |
Wie die alte Fasnacht komme etwas oder jemand daher, sagte jeweils
meine Mutter und meinte damit, dass irgendetwas gänzlich verspätet,
unaktuell, veraltet sei.
Wie die «gewöhnlichen Leute»
vergnügten sich natürlich auch die Geistlichen – und mit ihnen die
weltliche Obrigkeit – vor der Fastenzeit mit köstlichen Speisen. Ihr
Fest am Sonntag Estomihi heisst Pfaffenfastnacht, Herrenfastnacht oder
auch – weil sie später verordnet wurde und jünger ist – junge
Fastnacht.
Die Fastnacht
der «gewöhnlichen Leute», eine Woche später am Sonntag Invocavit, ist
die Bauernfastnacht oder alte Fastnacht, uralter Feuerbräuche wegen
auch Funkensonntag genannt. Zur alten Fastnacht gehört der wichtige
Hirsmontag, denn auf ihn konzentriert sich nach der Reformation
immer mehr
das fastnächtliche Treiben. |
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B |
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Beiz |
Restaurant, Kneippe |
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Bierranze |
Bierbauch (Formvollendete Schönheit, die beim Trinken von edlem
Gerstensaft heranwächst.) |
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Blakette |
Plaquette, Abzeichen aus Bronze, Silber oder
Gold; das LFK verteilt die Einnahmen an die am Umzug teilnehmenden
Gruppen; es gibt auch je nach Guugge eigene Plaketten, diese Einnahmen
werden von der Guugge zur Anfertigung der Sujets verwendet |
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Böög |
Kostümierte und maskierte Gestalt.
(Der Ausdruck wird auch für gefestigte, runde Exkremente aus der
Nasenhöhle gebraucht.) |
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Brodworscht |
Wurst aus Kalbs- oder Schweinefleisch, auf einem Grill zubereitet.
(teilweise auch als Filet aus dem Schlauch bekannt) |
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Brüele |
auch schreien oder lärmen, aber
auch für gewisse "es ist zum brüele" (weinen) |
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Buebezögli |
Kleinformation; Formation aus einzelnen auserlesenen Instrumentalisten |
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C |
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Chappe aa |
Wenn einer zuviel getrunken hat, sagt man im Volksmund ab und zu: „Dä
hett au no en Chappe aa!“ (Der hat auch noch eine Kappe an.) |
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Chatzestrecker |
So wie die Berner «Mutzen», die Basler «Bebbi» und die
Zürcher im Volksmund «Hegel» genannt werden, heissen die Luzerner «Chatzestrecker».
Der Kosename stammt noch aus der Zeit, als die frommen Luzerner die
Hügelkette «Chatzestrick» überqueren mussten, um zum Wallfahrtsort
Einsiedeln zu gelangen. Und «Chatzestrecker» deshalb, weil man wohl
dachte, dass die Luzerner vermutlich doch nicht so fromm seien, wie
sie schienen. Die heutigen Leuchtenstädter identifizieren sich gerne
mit den positiven Eigenschaften, die man Katzen zuschreibt: Sie sind
schlau, verschmust und lieben feine Sachen. |
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Cheib |
Der Ausdruck „Cheib“ wird als Kosenamen oder harmloses Schimpfwort
verwendet. Es ist mehr als ein Ehrentitel für Querschläger, für
potente Genossen, die mit Witz und Schalk ihren eignen Weg gehen und
die es auf amüsante Art verstehen, die Gesellschaft zu bereichern. Oft
sagt man zu solchen Leuten: „Du besch au no en rüüdige Cheib.“
Cheib bezeichnet aber auch den grossen
Rauschzustand nach einem Trinkgelage. |
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Chesslete |
Kommt von Kessel. Früher als die Fasnacht noch laufen lernte hat man
anstelle von Pauken und Trommeln einfache Kessel (Schmalz- oder
Fettkessel und dgl.) als Schlaginstrumente verwendet. „Chesslete“
bezeichnet heute eine Ansammlung von Guuggern, die organisierten
„Krach“ machen. |
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Chneublätze |
siehe „Fasnachtschüechli“ |
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Chöblete |
Kommt von Kübel. Erklärung siehe „Chesslete“.
„Chöblete“ nennt man auch das Gelage an einem Biertisch, bei dem es
mächtig zur Sache geht. Meistens werden dort 3 dl Humpen (Chöbeli)
oder gar 5 dl Humpen (Chöbel) als Pflichtquanten vertilgt. (Es
versteht sich, dass dabei nur reinstes Eichhof Bier zum Einsatz
gelangt.) |
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Chögelipaschtetli |
Die Luzerner Chügelipastete gehört zu den wenigen historischen
Spezialitäten von Luzern. Traditionsgemäss gehört sie zum Höhepunkt
des alljährlichen
Bärteliessen.
Hauptzutaten der Füllung: Kalbsvoressen, Kalbsbrät, Schweinebrät,
Champignon in spezieller Rahmssauce, serviert in einem Pastetenhaus
(Blätterteig); die Fritschipastete hat zusätzlich noch Weinbeeren in
der Sauce. (Die Rezepte findet man im Internet.) |
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Chrienser-Fasnachtsfiguren
Chrienser-Deckel, Bärnerwiib, Wöschwiib |
In Kriens gibt es schon seit vielen Jahren ganz besondere
Fasnachtsfiguren. Die auffallendsten heissen "Deckel", "Bärnerwiib"
und "Wöschwiib" und sind jedes Jahr zahlreich auf den Strassen und
Plätzen anzutreffen.
Der "Deckel" verkörpert einen Waldgeist, ist mit einem Holzknüttel
bewaffnet und hat seinen Namen von einem Rindenstück aus Rottanne, das
er als Kopfbedeckung benützt. Dazu trägt er einen Soldatenmantel,
weisse Hosen und eine rote Weste, die ursprünglich vermutlich aus
Uniformrestbeständen früherer Soldatenheere stammten. Oft sind am Hut
flatternde Hanfsträhnen und um die Hosenbünde rotweisse Zotteln
befestigt. Er trägt eine Schreckmaske mit nahe beieinander liegenden
Augen, einem kleinen Mund mit wulstigen Lippen und vorstehenden
Zähnen.
Der "Puuremaa" gleicht dem "Deckel", trägt aber einen Filzhut, auf dem
Rücken ein Ziegenfell und als "Waffe" eine kleine entwurzelte Tanne.
Stets sind es Männer oder junge Burschen, die sich als «Bärnerwiib»
verkleiden, wohl aus Freude daran, für ein paar Tage als Frau
verkleidet durchs Dorf zu ziehen und Bekannte bissig intrigierend
irreführen zu können. Zum «Bärnerwiib» gehören ein ledernes
Handtäschchen, ein heller Sonnenschirm, lange Handschuhe aus Spitzen
und ein oder zwei Spitzenunterröcke samt den unentbehrlichen
Spitzenunterhosen.
An der Krienser Fasnacht sind noch andere Charaktermasken anzutreffen,
z.B. das "Wöschwiib", der "Chorber", der "Muuser" und der "Beckibüetzer".
Besondere Freude am fasnächtlichen Maskentreiben haben natürlich die
Kinder. Mit den Rufen "Kei Füdle!", "Kei Gurasch!" oder "Hoi, hoi, hoi!"
versuchen sie, die als Masken in Erscheinung tretenden Wintergeister
zu vertreiben. Diese rennen den Kindern mit Geschrei, Knüttelschwingen
und Hochheben der Röcke nach, um ihnen Angst zu machen.
Die Fasnacht ist in Kriens ein Ereignis, das fast das ganze Dorf auf
die Beine bringt. Kein Wunder also, dass hier ein Kunsthandwerk blüht,
das anderenorts kaum bekannt ist: das Maskenschnitzen. Zahlreiche
Maskenschnitzer stellen heute noch nach ganz bestimmten Regeln
Holzmasken her, die in verkleinerter Form auch als Souvenirs und
Geschenke beliebt sind. |
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D |
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Driigüüggele |
Dreinspielen (gilt als äusserst unhöfflich),
jemandem ins Gespräch oder einer anderen Formation beim musizieren
dreinspielen und stören. |
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E |
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Einzelmaske |
Einzelmaske; kostümierte, allein Fasnacht machende Person |
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eis goh zieh |
etwas Trinken gehen, in einer Kneippe einkehren |
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Elleffkaa / geschr. LFK |
Luzerner Fasnachtskomitee. Erst
1951
schlossen sich die drei traditionellen Organisatoren des
Fritschiumzuges -
Zunft zu Safran,
Maskenliebhaber-Gesellschaft und
Gesellschaft
Fidelitas - mit der
Weyzunft
im heutigen Luzerner Fastnachtskomitee zusammen. Nach dem Motto:
"Einigkeit macht stark".
1952
wurden die beiden Umzüge vom Donnerstag und Montag erstmals
gemeinsam durchgeführt. Im Jahr 1986 wurde das "t" abgeschaft, der
heutige Namen Lozärner Fasnachtskomitee war endgültig geboren.
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F |
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Fasnachtsblakette |
siehe „Blakette“ |
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Fasnachtschüechli |
dünn ausgerollte, in schwimmendem Fett gebackene, mit Puderzucker
bestäubte Fladen |
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Fasnachtsmäärt |
Der Fasnachtsmäärt (Fasnachts-Markt) ist eine Erfindung der Neuzeit
und findet jeweils am Samstag und Dienstag vor dem Schmutzigen
Donnerstag statt. Nebst einer unglaublichen Fasnachtsstimmung, nebst
Fasnächtlern in Festlaune und einem grossartigen Saufgelage hat es
tatsächlich auch noch vereinzelte Marktstände. |
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Födlibörger |
Bezeichnung für einen kleinkarrierten, stuuren und sich der Welt
verschliessenden Mitbürger. |
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Fretschi / od. Fritschi |
Fritschi (Bruder Fritschi), histor.
Fasnachtsfigur, die in Luzern als ältester Fasnächtler gilt. Der Name
Fritschi ist im süddt. Raum eine Koseform von Friedrich. Auch Fridolin
ist von Friedrich abgeleitet. Es besteht somit ein Zusammenhang zw.
Friedrich, Fridolin und Fritschi - Der Fritschibrauch, der seit Jh.
von der ehemaligen Krämerges. und heutigen Safranzunft gepflegt wird,
geht wahrscheinl. auf das letzte Treffen der Luzerner und
Innerschwyzer im Alten Zürichkrieg zurück, als die österr. Übermacht
am Fridolinstag (6.3) 1446 - es war zugleich die Alte Fasnacht - bei
Ragaz besiegt wurde. Der Firdolinstag, als Jahrzeit dieser Schlacht
war lange ein Festtag, der mit einer kirchl. Feier und mit einer
Harnischschau, an der die auszugspflichtigen Luzerner in Wehr und
Waffen durch die Stadt zu ziehen hatten, begangen wurde. Weil die
anschliessenden Ess- und Trinklage in den Zunftstuben nicht in die
Fastenzeit passten, verlegte der Rat die Waffenschau auf den
Schmutzigen Donnerstag, den ersten Tag der Luzerner Fasnacht. Deshalb
fällt noch heute die Fritschifasnacht mit dem
Fritschiumzug
auf diesen Tag. Mitten im fröhl. Kriegerharst zog Bruder Fritschi
urspr. als überlebensgrosse Strohpuppe, später von einem verkleideten
Zünftler in blauweissem Staatsmantel dargestellt, durch die
Altstadtgassen. Um 1600 berichtet R. Cysat, dass Bruder F, und seine
Frau die Fritschene, zu Pferd hinter den <Söldner> in die Stadt
einzogen. Seit dem 19. Jh. fährt die auf acht Personen erweiterte
Fritschigruppe im
Fritschiwagen,
der mit Tannreisig und gelben und roten Papierblumen geschmückt ist.
Bruder Fritschi galt seit dem 15. Jh. Als Symbol der freundeidg.
Zusammenarbeit. So kam es immer wieder vor, dass er an der Fasnacht
entführt wurde und anschliessend die Luzerner ihren Fritschi in der
Innerschweiz (1989
in Stans) oder gar in
Basel (1507)
wieder abzuholen hatten, was jeweils zu Verbrüderungsfesten Anlass
gab. |
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G |
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Gässle |
Ohne bestimmte Route durch die „Gassen“ der Stadt spielen |
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Göfferli-Fasnächtler |
Bezeichnung für Zünftler, Gesellschafter und andere hohe Herren. Diese
Herren zeichnen sich dadurch aus, dass sie meistens in dunklen Anzügen
und komischen Kopfbedeckungen auftreten und an Sitzungen zur
Organisation der Fasnacht stets ein Aktenköfferchen dabei haben. |
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Göiggu |
kostümierte und maskierte Person; bezeichnet aber auch eine Person,
die herumalbert, blödelt. |
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Grend |
Maske |
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Güdis-Mäntig / -Zischtig |
Güdis kommt vom altdeutschen Güdel. Güdel ist
die Bezeichnung für Sack, Bauch, Wanst, etc. An den letzten beiden
Tagen vor dem Aschermittwoch hat man sich noch einmal so richtig den
Magen, den Wanst vollgeschlagen und sich so richtig vollgefressen. Man
füllte also den Güdel. Daher wurden die Fasnachtstage Güdismontag und
Güdisdienstag so benannt. |
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Guugge |
Oberste und heiligste Bezeichnung für die Tätigkeit von musizierenden
Fasnächtlern in einem festen Verband, in einer Guuggenmusig. Guuggen
ist das Allerhöchste an der Luzerner Fasnacht! Guuggen = Musizieren. |
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Güüggele |
Bezeichnet einerseits das Spiel von Musikern (Bläsern), improvisiertes
Spiel; andererseits bezeichnet dieses Wort das stetige Vertilgen von
alkoholischen Getränken in einer gemütlichen Runde. |
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Gwändli |
Kostüm, Gewand |
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H |
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es Halbeli |
5 dl Weisswein im Offenausschank |
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Häxetee |
Das Häxetee (Hexentee) wird traditionsgemäss am Fasnachtsmäärt unter
der Egg ausgeschenkt. Ein Pfefferminz-Tee mit besonders viel Apfel-
und Birnen-Branntwein. |
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Heigässle |
mit Spiel jemanden (oder sich selber) heimbegleiten |
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Hernipecker |
Bezeichnet einen Mitbürger, der nun gar nicht mit Intelligenz gesegnet
ist. Ein „Hernipecker“ neigt zu unüberlegten Handlungen. |
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Hagebuttentee mit Zwetschgen-Branntwein |
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Huerenaff |
1940, mitten im Zweiten Weltkrieg, hat Zunftmeister
Joseph Bühler, seines Zeichens Weinhändler, der Zunft zu Safran die
Luzerner Affenkanne in Silber geschenkt, die er mit „HUORENAF“
beschriftete. Sie stellt ein Äffchen mit Helm in alter
Offiziersuniform dar, das vor sich das Wappen des Stifters hält und
eignet sich - dessen Beruf gemäss - für den gepflegten Weinausschank.
Besonderes Merkmal ist der Ausguss in Form einer Röhre aus dem
Affenmaul, die vielleicht eine Zigarre darstellen soll.
Der Ausdruck „Huerenaff“ wird heute als Kosenamen oder harmloses
Schimpfwort verwendet. Heute ist „Huerenaff“ ein Ehrentitel für
Querschläger, für Fasnächtler, die mit Witz und Schalk ihren eignen
Weg gehen und die es auf amüsante Art verstehen, die Gesellschaft zu
provozieren.
Das Kafi-Huerenaff wird traditionsgemäss am Fasnachtsmäärt unter der
Egg ausgeschenkt. Ein Kafi-Luz mit besonders viel heiligem Geist.
(...was aber in den letzten Jahren auch nicht mehr so ist!) |
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huere... |
Mit „Huere“ sind nicht unbedingt die Prostituierten gemeint; das Wort
wird in der Zentralschweiz oft als Verstärkung gebraucht, im Sinne:
Auf den trifft das besonders zu!. (z.B. Huerenaff, Hueretobel, ...
etc.) |
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I |
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Intrigiere |
verkleidet und unerkannt jemandem dessen Fehler vorhalten und den
„rechten Weg“ zeigen |
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J |
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K |
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Kafi Luz |
Heller Kaffee mit Luzerner Obstbranntwein (Birnen- und Apfelträsch) |
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Kafiwaage |
Zusammengebasteltes Etwas auf Rädern, welches in die Stadt mitgenommen
wird. Auf diesen Wagen wird die Verpflegung mitgeführt. |
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Konfetti |
Konfetti, bunte Papierschnitzel |
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Koschtüm |
Verkleidung, Kostüm |
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L |
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Loftschlange |
bunte Papierschlange |
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M |
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Maske (auch Maschgere) |
kostümierte und maskierte Person |
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Määlsoppe |
Mehlsuppe; isst man vor allem in den frühen Morgenstunden |
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Monschter |
Monster-Konzert; gewaltiger Umzug aller vereinigten Guuggenmusigen
durch die Altstadt am Güdisdienstag Abend |
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N |
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Nölli |
Der Nölliturm markiert den Anfang der äusseren Stadtbefestigung
Luzerns, die sich über den Musegghügel bis zum abgebrochenen äusseren
Weggistor beim heutigen Museumsplatz hinzieht. Der augenfällige
Rundturm wurde 1513 anstelle eines wahrscheinlich nicht mehr
genügenden Schalenturms auf den Felskopf an der Reuss gesetzt. Der
Name des wohl ursprünglich wegen seines markanten Kegeldaches aus
roten Ziegeln "Roter Turm" genannte Nölliturm geht vermutlich auf
dessen rundliche Form zurück. Nölli ist ein alter Luzerner
Mundartausdruck und heisst übersetzt: kleiner dicker Kerl.
(Ähnlichkeiten mit Tambourmajoren sind rein zufällig!) |
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O |
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Omzoog |
Umzug |
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Orangscheschlacht |
Orangenschlacht |
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P |
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pas pöbberlen (franz.) |
„pas pöbberlen“ ist der französische Ausdruck, der ein Tambourmajor
verwendet, wenn der Schlag (die Schlagwerker) wieder dazu neigen,
unaufgefordert auf Ihren Fellen nervig und unaufhörlich zu „pöbberlen“!
(.... dies bringt einem an den Rand eines Nervenzusammenbruchs!) |
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Q |
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R |
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Rüüdig |
Das Adjektiv/Adverb hat oft nur den Zweck, den dazugehörigen Ausdruck
- positiv oder negativ - zu verstärken. Das luzernische "rüüdig" ist
ein Kraftausdruck, verstärkt das darauf folgende Wort und wird
meistens in einem positiven Zusammenhang gebraucht. z. Bsp. „rüüdig
schön“ = unglaublich schön, fantastisch, gewaltig... |
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S |
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Scharivari |
(charivari fr.) nicht einheitlich gekleideter Zug |
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Schiisdräckzögli |
Kleiner, bunt zusammengewürfelter Zug aus Guuggern |
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Schmotzige Donnschtig |
Schmotz kommt vom altdeutschen Schmutz. Schmutz
ist die Bezeichnung für Fett. An den Tagen vor dem Aschermittwoch hat
man sich noch einmal so richtig mit fettigen Lebens-mitteln
vollgefressen. Man stopfte also Fett, Schmutz in sich hinein. Der
erste Fasnachtstag wurde danach, Schmutziger Donnerstag benannt. |
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Schränze |
Siehe Guuggen. Wobei zu erwähnen ist, dass diese Bezeichnung für das
Musizieren vom Posaunenspiel abgeleitet wurde. Auf der Posaune „schränzte“
man mit dem Bedienen des Zuges richtig „schöne“ schräge Töne. |
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Serwela |
Servelat, Wurst; am besten schmeckt sie auf
einem Grill zubereitet und mit Brot und Senf serviert. Aber auch in
einem Salat zubereitet schmeckt sie sagenhaft. |
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Stäge, d’Stäge |
Mit „Stäge“ wird die wohl schönste Freiluftbühne der Welt bezeichnet,
die Luzerner Rathaustreppe. Auf dieser Treppe an der Fasnacht gespielt
zu haben, ist ein Muss für jeden Guugger. (Aber bitte nur Stadt
Luzerner oder Vereinigte Guugger!) |
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Stompe |
Billige Cigarre, bis auf einen Stumpen abgebrannt. (Edle, handgedrehte
Cigarren werden nach wie vor als Cigarren bezeichnet.) |
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Sumawuscha |
Super maximale
Wunderschabe
Bezeichnung für Personen
des weiblichen Geschlechtes, die nicht ganz auf der Höhe der Zeit
ist. (Mann und Frau wundert sich !!) |
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Suufe |
Saufen (Die wahrscheinlich schönste Sache der Welt!) |
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Süschee |
Sujet, an der Fasnacht durch die Gruppe oder Guugge ausgespieltes
Thema |
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T |
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Tagwach |
Tagwacht = militärischer Ausdruck für das Wecken in den frühen
Morgenstunden mittels einem Trommel- oder Trompetensignales.
Tagwach am Schmutzigen Donnerstag:
um 05.00 Uhr landet Bruder Fritschi mit der Fritschifamilie und seinem
Nauen am Schwanenplatz. Zur gleichen Zeit erschallt der Urknall in der
Luzerner Altstadt und gibt den Guuggenmusigen und allen Fasnächtlern
das lange ersehnte Signal zum Ausbruch der Fasnacht.
Am Güdismontag ist die Tagwache ebenfalls um 05.00 Uhr. Um 06.00 Uhr
ist der traditionelle Aufmarsch der Weyzunft auf dem Löwenplatz. |
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Tambuur |
Trommler |
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Tambuurmeior |
Tambourmajor |
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Tambuurmeior-Stäcke |
Tambourmajor-Stab, mit dem der Tambourmajor den Takt angibt |
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es Träsch |
Heller Kaffee mit Luzerner Obstbranntwein (Apfelträsch) |
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U |
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Urknall |
Siehe Tagwach |
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Usgüügglete |
Mit Trommeln und mit Pfeifen wurden früher vor der Fasnacht die
Wintergeister „ausgepfiffen“, ausgetrieben. In der Mundart nannte man
diesen Anlass „Usgüügglete“. Heute erinnert noch der Dienstag vor dem
Schmutzigen Donnerstag in Luzern an diesen Anlass. An diesem Tag
findet der offizielle Plakettenverkaufstag des LFK’s und der
traditionelle Fasnachtsmäärt statt. |
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V |
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Vortraab |
Dem Zug vorausgehende Kostümierte. Diese Verteilen Streumaterial
(Spruchzettel, Bonbons, etc.) und machen dem Zug Platz (auch Träger
der Fahnen). Früher machten in engen Gassen die Vortrabe zweier sich
kreuzender Guppierungen handgreiflich aus, wer zuerst passieren
konnte. (Sagt man.) |
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Vereinigte, die Vereinigte / abk. VGML |
Vereinigte Guuggenmusigen Luzern; Dachverband aller „vereinigten“
Guuggenmusigen in und um Luzern (Stadt Luzern).
Entstehung:
Mit der Zeit wurden innerhalb der Guuggenmusigen Strömungen bemerkbar,
die zu einem Zusammenschluss, zu einem «Dachverband» drängten, um sich
nicht zuletzt bei Verhandlungen mit dem LFK in einer stärkeren
Position zu wissen. Erste Gespräche wurden zunächst unter den "Alten"
im bereits früher erwähnten Café Moc geführt, wo sich Sepp, Max, Pöldi
und andere immer wieder regelmässig trafen. Was hier bei einem starken
Espresso, einer Gauloise bleue oder Pfeifentabak zunächst
unverbindlich diskutiert wurde, führte am 17. Januar 1964 zu den
«Vereinigten Guuggenmusigen Luzern». In einer denkwürdigen
Gründungsversammlung in der damals noch so heimeligen «Metzgere» am
Weinmarkt wurden von zwanzig Delegierten die Statuten genehmigt. |
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W |
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wiesse Wy |
Weisswein, verbessert den Ansatz bei Bläsern (sagt man) |
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X |
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Y |
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Z |
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Zoog |
Umher ziehende Gruppe. Dazu gehören meistens in dieser Reihenfolge:
Vortrab, Tambourmajor, Musik, Wagen. |
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Zwätschge, es Zwätschge |
Helles Kaffee mit Zwetschgen-Branntwein |
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Zwebeleweeie |
Zwiebelkuchen, wird traditionell an der Fasnacht gegessen. |
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WAS
TUT MAN - WAS TUT MAN NICHT ?
Es gibt an der Fasnacht fast keine Vorschriften und
Verbote. Aber einiges gehört einfach zum guten Ton - oder ist
empfehlenswert:
An
der Tagwache:
Kommen Sie beizeiten. Um fünf Uhr herrscht ein Gedränge in der Altstadt
Luzerns. Nehmen Sie weder Handtaschen noch zuviel Geld und Wertgegenstände
mit. Tragen Sie eher keine Kontaktlinsen. Kleiden Sie sich warm und
währschaft.
Bleiben Sie mit Ihren Freunden zusammen, aber bilden Sie keine Ketten.
Vereinbaren Sie feste Treffpunkte zu bestimmten Zeiten für den Fall, dass
Sie sich aus den Augen verlieren.
Dunkelheit und Ruhe sind die ersten Gebote an der Tagwache. Man entzündet
keine Feuerwerke. Fotografieren Sie ohne Blitzlicht; so irritieren Sie die
Maskierten nicht, und die Bilder werden stimmungsvoller. Vor dem Urknall
um fünf Uhr ist das Musizieren und Gegröle verpönt. Warten Sie mit dem
Krach machen bis um Schlag fünf Uhr; es wird dann um so stimmungsvoller.
Ganz
allgemein:
Tragen Sie stets die Luzerner Fasnachtsplakette gut sichtbar. Hingegen
sind geschminkte Gesichter, Pappnasen, Narrenkappen, Pöbeleien und auch
masslose Betrunkenheit an der Luzerner Fasnacht verpönt.
Masken, Instrumente und weitere Utensilien schränken die Aktiven in ihrer
Bewegungsfreiheit ein. Behindern Sie die aktiven Fasnächtler deshalb
nicht. Bewerfen Sie diese nicht mit Konfettis. (Konfettis sind für
„Zivilisten“ da!)Lassen Sie ihnen den Vortritt - auch zu ihren
wohlverdienten Pausen in den Restaurants. Und am wichtigsten: Laufen Sie
nie durch eine heranmarschierende Gruppierung, dies ist äusserst
gefährlich und auch unhöfflich. Das Anfassen der Kostüme und der Masken
ist ebenfalls nicht so beliebt. (Das Berühren der Figüren mit den Pfoten
ist verboten!)
Die
Regeln des Anstands und der Rücksichtnahme gelten an der Fasnacht ganz
besonders: Man lässt Kindern, Betagten und Behinderten den Vorrang.
Orangen und andere Gegenstände wirft man weder zurück, noch aufs
Geratewohl ins Publikum; Konfettis nimmt man nicht von der Strasse auf;
Instrumente und Utensilien der Aktiven sind wertvolles Eigentum und keine
Souvenirs - kurz: man ist nett miteinander.
Und
immer daran denken: „Lachen Sie und applaudieren Sie, wenn Ihnen etwas
gefällt!“ (Dies gilt besonders am Umzug.) |